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Geschichte

  • Frühmittelalter: Gründung eines alemannischen Steckhofes.
  • 1250 Chronisch erwähnt als steinernes Haus mit Baumgarten.
  • Ca. 1500 Meierhof des Klosters St Blasien.
  • 1662 Vollendung der Loretokappelle und damit Gründung eines Restaurants.
  • 1803 Erwerb durch den Aargau und anschliessende Privatisierung.
  • 1935 Samuel Peter, Grossvater der heutigen Besitzer kauft den Hof
  • 1952 Otto Heuberger und Klara Peter heiraten und übernehmen den Hof/Restaurant.
  • 1981 Wiedereröffnung des Restaurants unter Martin Heuberger.
  • 1995 Martin Heuberger und Heidi Suter heiraten.

 

Mittelalter

Schon im frühen Mittelalter war der Achenberg dauerhaft besiedelt. Dass das möglich war, verdankt die Lichtung einer Quelle, die ergiebig genug war, um eine Familie mit Viehbestand ganzjährig mit Wasser zu versorgen.
Der Achenberg war ein sogenannter alemannischer Steckhof. Bären, Luchse und Wölfe, aber auch Hirsche, Wildschweine und anderes Wild versuchten an die Haustiere und Pflanzungen zu gelangen. Dagegen versuchten die Bauern sich zu schützen, indem sie der Grenze ihres Besitzes entlang Pfähle in den Boden steckten und mit Ruten ein Geflecht erstellten. Dazu kam ihnen dann die Natur zu Hilfe, indem Rosen, Waldreben, Weissdorn, Schwarzdorn und anderes mehr nach und nach die Pfähle ersetzten und durch geeignetes Pflegen von Innen einen nahezu undurchdringlichen Zaun bildete.

1250

Chronisch erwähnt ist der Achenberg erstmals um 1250 als steinernes Haus mit Kraut- und Baumgarten.
Als im 14 Jahrhundert die Klöster an Bedeutung und Macht gewannen, konnten diese iIhre Besitztümer erweitern. So kam der Achenberg als Meierhof in den Besitz des Klosters St. Blasien im Schwarzwald. In dieser Zeit wurde das Wohnhaus in der heutigen Grösse erstellt. Die Föhrenbalken in der Gaststube und eine Fenstersäule im Nebenraum geben Zeugnis davon.
Als 1662 die nahe Loretokapelle erbaut wurde, war für die Pilger auch Unterkunft und Verpflegung gefragt, die der nahe Meierhof zu leisten vermochte. Daraus entstand das Restaurant Achenberg.
1803 wurde der Kanton Aargau gegründet, und die Trennung von Kirche und Staat in der Verfassung verankert. Das führte dazu, dass das Kloster den Hof an den Neuen Kanton verkaufte. Dieser wiederum veräusserte ihn 1816 durch Versteigerung an Privatleute. In der Folge wechselten die Besitzer sehr oft.

19. Jhdt

Anfang 1900 wurde der Zurzacher Bauunternehmer Mallaun Besitzer der Liegenschaft. Er verkaufte den Hof teuer an Bauern. Wenn diese in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, kaufte Mallaun den Hof zurück unter der Bedingung, dass der Abtreter für einen neuen Käufer sorgte. Dieses Spiel gelang Mallaun einige Male, bis Samuel Peter mit seiner Familie aus Zofingen den Hof kaufte. Auch die Familie Peter hatte an der Zinslast zu beissen, zumal die Wirtschaft in den 30er Jahren kriselte und der Absatz für Lebensmittel so weit von der Stadt entfernt schwer war. Aber die Familie stand zusammen und arbeitete hart.
Als im nahen Ausland der 2. Weltkrieg ausbrach, mussten teilweise noch Pferde an das Militär abgegeben werden, was die Arbeiten auf dem Feld weiter erschwerte. Die jüngste Tochter Klara musst auch darum die 3. Bez. (wäre gerne Lehrerin geworden) verlassen, weil ihre Arbeitskraft auf dem Hof dringend gebraucht wurde. An eine Ausbildung war in dieser Zeit nicht zu denken. Mehr als 5 Jahre waren auf dem Achenberg fast nur die Familie Peter mit den Angestellten und Soldaten anzutreffen.

ab 1945

Als die Zeit nach dem Krieg etwas ruhiger wurde, entschloss sich Klara, einen Kochkurs und anschliessend den Wirtekurs zu besuchen. Mit Erfolg bestand sie danach die Wirteprüfung. In der folgenden Zeit lernte sie den gut ausgebildeten Landwirt Otto Heuberger kennen, der zu dieser Zeit eine Stelle als Meisterknecht auf dem Hof Attenhofer im Bierdepot Zurzach inne hatte. Am 1. März 1952 heiratete das Paar und übernahm den Hof / Restaurant Achenberg. In der Folge ergänzten 6 Kinder die Familie.

Es war die Zeit, in der in der Landwirtschaft die Mechanisierung stattfand, die das Personal mehr und mehr ersetzte. Arbeiteten zuvor drei bis fünf Personen auf dem Hof, blieb jetzt die ganze Arbeit an der Bauernfamilie hängen. Um die Arbeit zu erleichtern, sollte 1973 der Stall umgebaut werden. Aber die Baubewilligung zu erhalten, gestaltete sich schwierig und langwierig. Als dann auch noch das Quellwasser ungenügende Qualität aufwies, wurde das Restaurant vorübergehend geschlossen.

Das führte dazu, dass sich Martin Heuberger entschloss, seine gelernte Arbeit als Mechaniker aufzugeben und auf den Hof zurückzukehren, um seinem Bruder Hans und den Eltern zu helfen. Zuerst wurde die Wasserversorgung in die Hand genommen, im Haus einige Renovationen ausgeführt und dann am 5. August 1981 das Restaurant wieder eröffnet. Auch wurde zu der Zeit der Hof /Restaurant an die Brüder Hans und Martin Heuberger verpachtet. Mutter Klara war der gute Geist in Haus und Restaurant, auch der Bauerngarten wurde von ihr gepflegt.

Heute

Wenn nötig hatte sie Hilfe von Martin, der sich mehr und mehr mit der Gastronomie vertraut machte. 1988 besuchte dann Martin die Wirtefachschule in Entfelden und erwarb den Fähigkeitsausweis zum Führen einer Wirtschaft. Nach und nach ergab sich daraus die Ablösung im Restaurant, während Hans die Landwirtschaft mehr rationalisierte und mit der Mutterkuhhaltung auch extensivierte.
1995 heiratete Martin seine Frau Heidi, und bald darauf kam Stefanie zur Welt. Schon 1997 kam auch Tobias dazu. Anfangs ging Heidi noch ihrer Arbeit in der elterlichen Bäckerei in Wettingen nach, welche aber nach dem Tod ihres Vaters geschlossen wurde. Es war geplant, dass Heidi nun langsam in die Fusstapfen ihrer Schwiegermutter Klara treten würde. Aber deren plötzlicher Tod machte den gemächlichen Übergang zu einer jähen Ablösung. Heidi hatte plötzlich alle Aufgaben in Haus, Restaurant, Garten und Familie auf einmal zu lösen.
Aber im Familienbetrieb hilft man einander - es gibt viel zu pflegen, betreuen und abzuarbeiten. Immer mit dem Ziel, eine Harmonie mit den Gästen des Restaurant, der Umgebung, und der Familie zu finden.

Martin Heuberger